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Risiko für die Gesundheit
Aggressiver Prostatakrebs durch tierisches Fett

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 05.09.2017
Aggressiver Prostatakrebs durch tierisches Fett
© timolina - Fotolia.com

Das Risiko für Prostatakrebs kann stark über die Art der Ernährung beeinflusst werden. Milchprodukte können den Krebs anfeuern. Obst und Gemüse hingegen gelten aufgrund ihrer hohen Ballaststoff- und Flavonoidgehalte als krebsbekämpfend. Eine Studie vom April 2016 bestätigt frühere Erkenntnisse und bezeichnet insbesondere tierische Fette aus Wurst, fettem Rindfleisch und Käse als Faktor, der die Entstehung aggressiver Prostatakrebsformen fördern kann.

Tierische Fette fördern Prostatakrebs

Der hohe Verzehr tierischer Fette steht mit einem besonders aggressiven Prostatakrebs in Verbindung – so ein Forscherteam der University of North Carolina im April 2016 beim jährlichen Meeting der American Association for Cancer Research in New Orleans.

Hauptsächlich Fette aus fettem Rindfleisch und Käse nannten die Wissenschaftler als Risikofaktor für Prostatakrebs.

Wir zeigten, dass der hohe Verzehr von tierischen Fetten nicht nur für die Gesamtgesundheit und hier besonders für das Herz-Kreislauf-System schädlich ist, sondern auch das Krebsrisiko erhöhen kann

erklärte Dr. Emma H. Allott, Assistenzprofessorin an der University of North Carolina.

Kokosöl

Je mehr tierische Fette, umso aggressiver der Prostatakrebs

Die Studienergebnisse hatten sich aus den Daten einer weiteren Studie ergeben, die sich North Carolina-Louisiana Prostate Cancer Project nennt und mit über 1800 Männern durchgeführt worden war. Sie alle hatten bereits eine Prostatakrebsdiagnose bekommen.

Bei der Untersuchung der Ernährung dieser Männer, stellten die Forscher fest, dass der jeweilige Prostatakrebs umso aggressiver war, je mehr tierische Fette die Männer assen.

Allott erklärte, dass die betreffenden Männer häufig hohe Cholesterinwerte hatten. Wenn diese Männer dann Statine zur Regulierung ihrer erhöhten Cholesterinspiegel einnahmen, dann war der Krebs bereits weniger aggressiv.

Männer, die verstärkt pflanzliche Öle und Fette zu sich nahmen oder Fisch assen, der – wie pflanzliche Fettquellen – ebenfalls reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist, hatten einen weniger aggressiven Prostatakrebs. Der Krebs steht also offenbar in direktem Zusammenhang mit dem Blutfettspiegel.

Hohe Blutfettwerte erhöhen die Rückfallquote nach Krebsoperation

Schon im Herbst 2014 hatte Professor Allott im Journal Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention nach einer entsprechenden Untersuchung geschrieben, dass hohe Cholesterin- und Blutfettwerte bei Prostatakrebspatienten, die bereits operiert worden waren, zu einer deutlich höheren Rezidivrate führten. Der Krebs kam bei diesen Patienten also mit höherer Wahrscheinlichkeit wieder zurück.

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Bei Prostatakrebs pflanzliche Fette wählen

Bei Prostatakrebs lohnt es sich also, die Ernährung in Bezug auf die Fettquellen zu optimieren. Statt fetter Wurst, fettem Käse und fettem Fleisch sollten die Betroffenen lieber zu pflanzlichen Fetten aus z. B. Oliven, Nüssen und Mandeln greifen und ab und zu Fisch essen.

Hochdosierte Omega-3-Präparate aber sollten Betroffene nicht zu sich nehmen, da diese wiederum den Krebs verstärken, wie manche Untersuchungen zeigen. Omega-3-haltige Lebensmittel hingegen bergen diese Gefahr nicht.

Bei Prostatakrebs: Weniger Fleisch und mehr Gemüse essen

Insgesamt wird bei Prostatakrebs zu einer gesunden Ernährungs- und Lebensweise mit reichlich sportlicher Aktivität geraten. Die Ernährung sollte bevorzugt aus pflanzlichen Lebensmitteln wie Obst und Gemüse zusammengestellt sein, da die darin enthaltenen Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide) der Prostata gut tun und das Prostatakrebsrisiko senken.

Im Jahr 2013 veröffentlichte die University of California in Nutrition and Cancer überdies eine Studie mit den folgenden Ergebnissen: Wenn Männer weniger als 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche essen oder bevorzugt Lebensmittel, die durchschnittlich weniger als 125 Kilokalorien pro 100 Gramm liefern, dann schützt schon allein diese Vorgehensweise signifikant vor der Entwicklung aggressiver Tumoren.

Fünf wirksame Tipps zur Vorbeugung von Prostatakrebs haben wir hier für Sie zusammengestellt: Fünf Tipps zur Prostatakrebsprävention

Und wie Capsaicin die Prostata gesund halten kann, lesen Sie hier: Capsaicin gegen Prostatakrebs

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tony schrieb am 11.02.2017

Schoen guten abend zdg. team Ich verzehre fast taeglich weissen schafskaese (mediterran-balkan) art in salzlaken, vollkommen naturbelassen. Kann man weiterhin einen derartigen kaese verzehren ohne prostata bedenken, und verursacht dieser art von kaese auch andere probleme (Aufgrund des hohen gehaltes von 40%-45% an tierischen fetten) ? Vielen Dank.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Tony

Es verhält sich bei Fragen dieser Art leider immer gleich: Es gibt keine pauschale Antwort, die auf alle Menschen gleichermassen zutreffen würde. Für die einen würde ein Käse dieser Art Probleme bereiten, für die anderen nicht. Wem die Fette keine Probleme bereiten, dem bereiten möglicherweise die Milchproteine oder andere Faktoren der Milch Probleme. Wenn beim einen trotz Käse die Prostata gesund bleibt, bekommt der andere vielleicht wegen des Käses chronische Atemwegsbeschwerden, Kopfschmerzen, Darmbeschwerden etc. und der dritte bleibt topfit. Zuguterletzt kommt es bei vielen Menschen – wenn nicht gerade eine merkliche Unverträglichkeit vorliegt (die man an chronischen Beschwerden erkennen würde) – auf die Menge an. Meist wirken sich ausgewählte Lebensmittel dann schädlich aus, wenn sie regelmässig in grossen Mengen verzehrt werden. Daher schrieben die Forscher auch, dass mit zunehmender Verzehrmenge das Risiko steige.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen