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Naturheilkunde/Therapie
Waldorflehrer – Ein Traumberuf

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 17.07.2017
Waldorflehrer – Ein Traumberuf
© micromonkey - Fotolia.com

Das Berufsbild Waldorflehrer vereint viele Facetten – Kunst, Sprache, Theater, Bewegung, Musik und Religion – mit pädagogischer Wissensvermittlung. Die Schüler werden nicht über Noten und nicht allein nach ihrer Leistung beurteilt. Eine wichtige Aufgabe des Waldorflehrers ist die individuelle Förderung des Einzelnen. Der Beruf des Waldorflehrers ist überdies ein Beruf mit Zukunftsperspektiven. Denn während Lehramtsstellen an herkömmlichen Schulen oft knapp sind, bieten Waldorfschulen hier eine interessante Alternative.

Mehr Lehrer als freie Stellen

Lehramtsbewerber hoffen nach dem Studium auf eine Stelle, um in den staatlichen Schuldienst eintreten zu können. Doch wer eine solche Stelle ergattert, ist ein wahrer Glückspilz.

Es existieren zu wenige Stellen – wie das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst mitteilte.

Laut „Prognose zum Lehrerbedarf in Bayern 2014“ wird an den Grundschulen ab dem Jahr 2020 mit abnehmenden Einstellungen gerechnet. Momentan liegt der Lehrerbedarf hier bei 4 bis 10 Prozent.

Auch an den Mittelschulen zeigt die Prognose bis zum Jahr 2025, dass mehr Lehrer als Stellen zur Verfügung stehen werden. Drohende Arbeitslosigkeit ist die Folge.

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Waldorfschulen bieten Zukunftsperspektiven

Eine lohnenswerte Alternative mit guten Aussichten auf Weiterbildung und Förderung des Lehrkörpers stellen die Waldorfschulen dar.

Die Waldorfpädagogik wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Philosophen und Anthroposophen Rudolf Steiner (1861 - 1925) begründet und orientiert sich noch heute in weiten Teilen an Steiners Lehrplan.

So wird sehr grossen Wert auf musische und handwerkliche Fächer gelegt. Letztere umfassen auch Themen wie Gartenbau, Schreinern, Backen und Zeichnen. Auch Körperbewegung (Sport und Eurythmie) sowie Sprachen sind wichtig.

Selbstverständlich werden darüber hinaus auch die üblichen Fächer nicht vergessen, so dass Waldorfschüler problemlos die herkömmlichen Schulabschlussprüfungen meistern.

600 freie Lehramt-Stellen an deutschen Waldorfschulen

Circa 600 Stellen sind jährlich allein an den 232 Waldorfschulen in Deutschland zu vergeben. Auch an den 36 Rudolf-Steiner-Schulen in der Schweiz sind aktuell circa 11 Lehrerstellen ausgeschrieben.

Wer an einer Waldorfschule unterrichten möchte, wird ganz neue Freiheiten erleben.

Einen vom Kultusministerium erlassenen Lehrplan gibt es hier nicht. Lehrziele, Art und Anzahl der Prüfungen, verpflichtende Grundlagenliteratur etc. sind in den Waldorfschulen nicht vorgeschrieben.

An Stelle des herkömmlichen Lehrplanes tritt der sog. Rahmenlehrplan auf der Grundlage von Rudolf Steiners Empfehlungen mit den weiter oben genannten Fächern und Projekten.

Der Rahmenlehrplan bietet dem Waldorflehrer viel Gestaltungsfreiheit und setzt hierbei den Schüler in den Fokus. Eine perfekte Gelegenheit, um pädagogisch mit viel Motivation und Engagement den Unterricht zu konzipieren und mit Freude und Hingabe Wissen zu vermitteln.

Noten zur Beurteilung der Schüler werden dabei nicht eingesetzt. Stattdessen erhält jeder Schüler ein umfangreiches Zeugnis in Textform, in dem auf die einzelnen Lernfortschritte eingegangen wird.

Waldorfschule – Eine grosse Chance!

Waldorflehrer tragen grosse Verantwortung und sind am Erfolg der Schüler und letztlich am Schulkonzept massgeblich beteiligt.

Die Waldorfpädagogik bietet Lehramtsanwärtern somit eine grossartige Chance für eine erfolgreiche Zukunft in einem erfüllenden Beruf!

Weitere Informationen finden Interessenten auf den Seiten der einzelnen Waldorfschulen oder beim Bund der Freien Waldorfschulen.

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