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Kinder/Schwangerschaft
Giftiges Second-Hand-Spielzeug für Kinder

  • Autor: Carina Rehberg
  • veröffentlicht: 29.01.2018
Giftiges Second-Hand-Spielzeug für Kinder
© istockphoto.com/lissart

Eigentlich sollte man denken, dass Produkte für Kinder, wie etwa Spielzeug, extrem schadstoffarm sind. Forscher von der University of Plymouth nahmen Proben und untersuchten Kinderspielzeug aus Kitas, Second-Hand-Shops und Privathaushalten. Sie fanden hohe Dosen ganz unterschiedlicher Giftstoffe, z. B. Antimon, Barium, Brom, Cadmium, Chrom und Blei. Alle diese Stoffe gelten als gesundheitsschädlich. Kinder sollten mit diese Stoffen am besten gar nicht in Kontakt kommen. Ähnlich verhält es sich mit aufblasbaren Schwimmhilfen, die ebenfalls oft schadstoffbelastet sind.

Spielzeug als Gesundheitsrisiko

Kinder lieben es, alles in den Mund zu stecken oder daran zu lutschen – ganz gleich, ob Bauklötzchen, Puzzleteile, Figürchen oder Spielzeugautos. Besteht dieses Spielzeug aber aus Plastik, kann es für Kinder eindeutig ein Gesundheitsrisiko darstellen. Denn die Kunststoffteile erfüllen offenbar nicht in jedem Fall die internationalen Sicherheitsbestimmungen – so eine Studie, die im Januar 2018 im Fachmagazin Environmental Science and Technology veröffentlicht wurde.

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Hohe Schadstoffkonzentrationen in Spielsachen

Forscher der University of Plymouth unter Leitung von Dr. Andrew Turner analysierten 200 Plastikspielsachen aus Privathaushalten, Kitas und Second-Hand-Shops im Südwesten Englands. Es handelte sich dabei um Autos, Züge, Bauklötze, Figuren und Puzzleteile – allesamt aus Kunststoff und allesamt in einer Grösse, die von Kleinkindern auch in den Mund genommen werden können.

Es zeigte sich, dass die Spielsachen mit hohen Konzentrationen schädlicher Substanzen belastet waren, wie Antimon, Barium, Brom, Cadmium, Chrom und Blei. Schon geringe Dosen dieser Schadstoffe können zu einer Giftbelastung bei Kindern führen, wenn diese regelmässig mit dem entsprechenden Spielzeug spielen. Besonders gelbe, rote oder schwarze Spielsachen waren belastet.

Second-Hand-Spielsachen besonders stark belastet

Dr. Turner hatte erst kürzlich eine Studie zur Schadstoffbelastung bemalter Trinkgläser veröffentlicht. Auch in Sachen Spielplatzfarben empfiehlt er den Gemeinden, die Farben vor Verwendung gründlich zu überprüfen, um zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche, die sich häufig auf den Plätzen aufhalten, Gesundheitsschäden davontragen.

In Turners aktueller Untersuchung wurden ausschliesslich Second-Hand-Spielsachen untersucht. Oft werden diese für wenig Geld auf Flohmärkten oder Börsen gekauft oder auch innerhalb der Familie vom einen Kind an das nächste weitergegeben. Während bei neueren Produkten eher die aktuellen Sicherheitsbestimmungen zur Anwendung kommen, ist das bei älteren Spielsachen noch nicht der Fall.

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Schadstoffe in Badeartikeln und Wasserspielzeug

Auch aufblasbare Badeartikel und Wasserspielzeug sind oft mit Schadstoffen belastet. Meist riechen diese Produkte schon auffallend nach Kunststoff, was ein Zeichen für eine Schadstoffbelastung sein kann. Im Frühsommer 2017 untersuchten Wissenschaftler rund um Christoph Wiedmer und Andrea Buettner vom Fraunhofer Institut entsprechende Artikel – Wasserbälle, Schwimmflügel und Schwimmringe.

Wiedmer zeigte sich besorgt, da einige der Produkte schädliche Stoffe enthielten, die besonders Kinder einem Gesundheitsrisiko aussetzten – abhängig davon, wie oft sie mit den Badeartikeln in Kontakt kamen und wie hoch letztendlich die Konzentration der Schadstoffe im jeweiligen Badeartikel ist.

Alle Badeartikel bestanden aus PVC (Polyvinylchlorid). Man fand unter anderem stark riechende organische Lösungsmittel wie Cyclohexanon und Isophoron, krebserregende Phthalate (Weichmacher) und Phenolverbindungen.

Cyclohexanon beispielsweise ist schon schädlich, wenn man es nur einatmet, Phenole sind akut giftig und haben mutagene Eigenschaften und Isophoron ist ein Kategorie-2-Karzinogen, was bedeutet, dass es für Menschen vermutlich krebserregend ist.

Auch bei Spielsachen auf Bio-Qualität und Naturmaterialien achten

Kaufen Sie in jedem Fall Spielsachen und Badeartikel dort ein, wo auf Schadstofffreiheit geachtet wird und wählen Sie – wo immer möglich – Spielsachen aus Naturmaterialien, z. B. Kuscheltiere aus Bio-Baumwolle oder Bauklötze und Spieltiere aus unbemaltem Holz, das einfach nur mit Naturölen behandelt ist. Sie finden entsprechende Anbieter im Internet (einfach „schadstofffreies Spielzeug kaufen“ in die Suche eingeben).

Weitere Informationen z. B. zum Weichmacher Phthalat und wie man den giftigen Stoff meiden kann, lesen Sie hier: Phthalate – Gefährliche Weichmacher

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