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Ernährung
Rote-Bete-Saft: Hilfe für’s Herz

  • Autor: Carina Rehberg
  • veröffentlicht: 27.02.2018
Rote-Bete-Saft: Hilfe für’s Herz
© istockphoto.com/wmaster890

Der Saft aus Rote Beten kann offenbar die Belastungsfähigkeit von Patienten mit Herzinsuffizienz verbessern und damit deren Lebensqualität und Lebenserwartung steigern. Natürliche Massnahmen, die daher zu einer Verbesserung der Leistungs- und Belastungsfähigkeit führen, können sehr gut in die Therapie der Herzinsuffizienz und anderer Herz-Kreislauf-Erkrankungen integriert werden. Rote-Bete-Saft wirkt sich dabei nicht nur äusserst positiv auf das Herz aus, sondern kann überdies bei Erektionsstörungen eingesetzt werden.

Rote-Bete-Saft hilft dem Herzen auf die Sprünge

Wir haben bereits hier erklärt (Rote Bete – Das Sportler-Gemüse), dass Rote Beten im Sport leistungsfähiger machen und nach hartem Training die Regenerationszeit verkürzen. Schon in der dort vorgestellten Studie aus dem Jahr 2015 zeigte sich, dass Rote-Bete-Saft äusserst vorteilhaft für die Gefässe ist, die Durchblutung fördert und den Blutdruck senkt. Diese Eigenschaften führen wiederum zu einem leistungsfähigeren Herzen und auch zu einem leistungsfähigeren Gehirn, wie sich in einer weiteren Studie ergab.

Rote Beten enthalten Nitrat, ein lange Zeit als ausschliesslich schädlich eingestufter Stoff. Natürliches Nitrat aus Lebensmitteln scheint jedoch deutliche Vorteile für die Gesundheit mit sich zu bringen. Denn es wird im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt, das nun wiederum die Gefässe weitet und all die oben beschriebenen Wirkungen nach sich zieht.

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Leistungsfähigkeit bei Herzinsuffizienz bessert sich

Im Journal of Cardiac Failure erschien im Februar 2018 eine Studie, in der man das Potenzial des Rote-Bete-Saftes bei Herzinsuffizienzpatienten untersucht hatte. Die Teilnehmer der Studie litten alle an einer reduzierten Auswurfleistung, was bedeutet, dass das Herz nicht genügend sauerstoffreiches Blut in den Körper pumpen kann, so dass es zu Leistungseinbussen kommt. Infolgedessen fällt das Atmen schwer und man leidet schon bei kleinsten Anstrengungen an Atemnot. Also kann auch nicht so viel Sauerstoff wie üblich aufgenommen werden, was einen bei sportlichen Aktivitäten schnell ermüden lässt.

Als die Probanden nun regelmässig Rote-Bete-Saft zu sich nahmen, erhöhte sich ihre Leistungsfähigkeit und auch die Fähigkeit der Sauerstoffaufnahme bei Aktivitäten. Nebenwirkungen konnten keine beobachtet werden, erklärte Dr. Andrew Coggan, Professor an der Indiana University in Indianapolis. Rote Beten seien daher eine hilfreiche Zugabe einer jeden Therapie mit dem Ziel, die eingeschränkte Belastungsfähgikeit (Belastungsintoleranz) bei Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurfleistung zu verbessern.

Möglicher Einsatz bei Erektionsstörungen

Da man auch bei einer erektilen Dysfunktion häufig von Durchblutungsstörungen ausgeht und Rote-Bete-Saft die Durchblutung fördert, verwundert es nicht, dass es zahlreiche Erfahrungsberichte von Männern gibt, die dem Rote-Bete-Saft eine hilfreiche Wirkung bei Erektionsstörungen bescheinigen. Ja, Stickstoffmonoxid ist gar als Nahrungsergänzungsmittel konkret gegen Erektionsstörungen im Handel. Denn Stickstoffmonoxid – das sich im Körper auch aus dem Nitrat der Rote Beten entwickelt – weitet die Blutgefässe, so dass mehr Blut in den Penis fliessen kann und hält ferner den Druck in den Schwellkörpern und damit die Erektion aufrecht.

In einer Studie aus dem Jahr 2013 zeigte sich ferner, dass nitratreiche Lebensmittel, wie Rote Beten, den cGMP-Spiegel beim Mann erhöhen können. cGMP steht für cyclisches Guanosinmonophosphat. Es handelt sich dabei um einen Stoff, der die Arterien entspannt, was erneut den Blutfluss zum Penis verstärkt. cGMP ist aus diesem Grunde auch in etlichen Arzneimitteln enthalten, die bei Erektionsstörungen verordnet werden.

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Saft oder Gemüse

Rote-Bete-Saft sollte am allerbesten frisch gepresst getrunken werden. Die zweitbeste Lösung ist ein Rote-Bete-Saft in Bio-Qualität aus dem Bio-Supermarkt oder Reformhaus. Der Saft kann problemlos mit anderen Säften gemischt werden, z. B. mit Apfel- oder Orangensaft oder auch mit Ingwer.

Rote Beten zählen zu den oxalsäurereichen Gemüsen. Wer daher zu Blasen- oder Nierensteinen neigt, sollte den regelmässigen Verzehr von Rote Beten mit dem Arzt besprechen und auf eine gute Calciumversorgung achten. Nimmt man Calcium zeitgleich mit einer Oxalsäurequelle, dann gelangt die Oxalsäure nicht in den Blutkreislauf und somit auch nicht in die Nieren, sondern wird bereits im Magen-Darm-Trakt an Calcium gebunden und mit diesem ausgeschieden, so dass die Nierensteingefahr reduziert ist.

Mehr Rote Beten essen – für Herz, Gehirn und vieles mehr

Wenn Sie nun verstärkt Rote Beten essen oder trinken möchten, dann finden Sie hier köstliche Rezepte in allen Rote-Bete-Variationen, ob Saft, Smoothie, Suppe, Burger oder Gemüse: Rezepte mit Rote Beten

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