Vorsorge Gesundheit
Gesunde Ernährung mindert Risiko für Schwerhörigkeit

  • Autor: Carina Rehberg
  • veröffentlicht: 14.05.2018
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Gesunde Ernährung mindert Risiko für Schwerhörigkeit
© istockphoto.com/agrobacter

Schwerhörigkeit betrifft 16 Prozent der deutschen Erwachsenen. Als Ursache fällt den meisten Menschen eine regelmässige Lärmbelastung oder eben das Alter ein. Von den über 60-Jährigen sind auch tatsächlich 40 bis 50 Prozent von Schwerhörigkeit betroffen. Zwar kann das Gehör auch von dauerndem Lärm geschädigt werden. Ein extrem wichtiger Risikofaktor ist jedoch auch die Ernährung. Im Mai 2018 stellten Forscher fest, dass Menschen, die sich gesund ernähren, ihr Risiko, irgendwann einmal schwerhörig zu werden, deutlich reduzieren können.

Seltener schwerhörig durch gesunde Ernährung

Schwerhörigkeit bringt man selten mit der Ernährung in Verbindung. Man glaubt, sie gehöre zum normalen Alterungsprozess einfach dazu. Wissenschaftler weisen jedoch immer wieder darauf hin, wie wichtig eine gesunde Ernährung ist, wenn man zeitlebens gut hören möchte.

Schwerhörig ist man bereits dann, wenn man Geräusche unter 40 dB nicht mehr hört. Dazu gehören Blätterrauschen und Flüsterstimmen (um die 20 dB oder darunter), aber auch das Ticken eines Weckers, der Ventilator des Computers, die Geräusche des Kühlschranks etc. (zwischen 20 und 40 dB).

Von dieser geringgradigen Form der Hörschädigung sind die meisten Schwerhörigen betroffen (über 50 Prozent). Mittelgradig schwerhörig sind immerhin noch 35 Prozent der Schwerhörigen. Ohne Hörgerät hören sie auch keine Geräusche mehr, die zwischen 40 und 60 dB liegen, was einer normalen Radiolautstärke oder einem normalen Gespräch entspricht.

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Vitalstoffe schützen vor Hörverlust

In einem weiteren Artikel erklären wir, dass man sich mit Hilfe bestimmter Vitalstoffe nicht nur vor einem Hörverlust schützen kann. Auch konnte in Untersuchungen eine bestehende Schwerhörigkeit gebessert werden, wenn die Betroffenen auf eine opimierte Vitalstoffversorgung achteten.

Besonders die Vitamine D, B12 und Folsäure sowie Magnesium und Zink und auch Antioxidantien wie Liponsäure, Vitamin C, Vitamin E und Glutathion zeigten sich hierbei als präventiv wirksam. Genauso weiss man, dass Menschen mit einem erhöhten Homocysteinspiegel ein höheres Risiko für eine Schwerhörigkeit haben. Der Homocysteinspiegel aber steigt meist nur, wenn die Vitamine B12, B6 und Folsäure fehlen.

In einer Studie nun, die im Mai 2018 im Journal of Nutrition präsentiert wurde, zeigte sich, dass nicht nur einzelne Vitalstoffe, sondern auch die Gesamternährung vor Schwerhörigkeit schützen kann – vermutlich weil sie automatisch enorm vitalstoffreich ist und den Organismus gleichzeitig nicht mit ungesunden Stoffen belastet.

Welche Ernährung gilt als gesund?

Forscher vom Brigham and Women's Hospital in Boston untersuchten den Zusammenhang zwischen verschiedenen Ernährungsformen und dem Risiko einer Schwerhörigkeit. Annähernd 71.000 Frauen (Teilnehmerinnen der Nurses’ Health Study II) wurden in die Studie miteinbezogen. Man schaute, inwiefern diese Frauen im Laufe von mehr als 20 Jahren den Vorgaben einer gesunden Ernährung folgten und wer von ihnen in dieser Zeit eine Schwerhörigkeit entwickelte.

Als gesund galten Ernährungsformen wie die mediterrane Ernährung, die sog. DASH-Diät (Dietary Approaches to Stop Hypertension) und eine Ernährung, die den Kriterien des Alternative Healthy Eating Index-2010 (AHEI-2010) entsprach. Die DASH-Diät wurde ursprünglich entwickelt, um Bluthochdruck zu senken (siehe obigen Link), doch wirkt sie sich auf viele andere Beschwerden natürlich ähnlich positiv aus.

Im Grunde ähneln sich alle drei Ernährungsformen stark und bestehen insbesondere aus Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, Vollkorngetreide, Nüssen und etwas Fisch. Wenn Milchprodukte verzehrt werden, sollten es fettarme Milchprodukte sein, während Fleisch am besten nur selten und wenn, dann in Form von Geflügel gegessen werden sollte. Insgesamt wird salzarm gespeist. Alkohol darf nur in kleinen Mengen getrunken werden. Als Fettquellen dienen insbesondere Öle aus vorwiegend einfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl) und/oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren (z. B. Hanföl, Rapsöl, Leinöl). Gesättigte Fette und Transfette werden bestmöglich reduziert.

Risiko für Schwerhörigkeit kann mit gesunder Ernährung um 30 Prozent gesenkt werden

„Interessanterweise konnten wir beobachten, dass jene Teilnehmer, die sich besonders gesund ernährten, ein geringeres Risiko hatten, schwerhörig zu werden”, sagte Dr. Sharon Curhan, Epidemiologin am Brigham and Women’s Hospital und Autorin der Studie. Das Risiko, eine Schwerhörigkeit zu entwickeln, nahm umso mehr ab, je stärker sich die Frauen an die Richtlinien einer gesunden Ernährung orientierten.

Bei jenen Frauen, die sich besonders konsequent nach der mediterranen Ernährung oder der DASH-Diät ernährten, liess sich das Risiko, schwerhörig zu werden, im Vergleich zu den Frauen, die sich am wenigsten um eine gesunde Ernährung kümmerten, gar um mindestens 30 Prozent reduzieren.

Lesen Sie hier unsere Zusammenfassung der wichtigsten Regeln einer gesunden Ernährung.

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