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Vorsorge Gesundheit
Resveratrol – Der Stoff, der Ihre Nerven schützt

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 06.04.2017
Resveratrol – Der Stoff, der Ihre Nerven schützt
© monticellllo – Fotolia.com

Resveratrol, ein Stoff, der in besonders grossen Mengen in der Haut von roten Trauben vorkommt, hat neuroprotektive Wirkung – so Forscher in einer Studie vom März 2017. Das bedeutet, der Pflanzenstoff schützt die Nerven vor schädlichen Einflüssen. Nerven sind für ihre schlechte Regenerationsfähigkeit bekannt. Einmal beschädigt, fällt es ihnen nicht so leicht, sich wieder zu erholen. Umso besser, wenn man nervenschützende Stoffe kennt, damit die Nerven gar nicht erst Schäden erleiden. Resveratrol ist einer dieser Nervenschutzstoffe.

Resveratrol: der gesunde Stoff aus Trauben

Resveratrol ist ein sekundärer Pflanzenstoff mit vielen aussergewöhnlichen Wirkungen für die Gesundheit. Er kann dabei helfen, einen zu hohen Blutdruck zu senken, den Cholesterinspiegel zu regulieren, das Blut zu verdünnen und Krebs abzuwehren.

Selbst auf den Hormonhaushalt hat Resveratrol eine äusserst positive und regulierende Wirkung (z. B. beim Polyzystischen Ovarialsyndrom PCOS), wie wir hier beschrieben haben: Resveratrolreguliert Hormonhaushalt bei PCOS

Rote Trauben enthalten besonders viel Resveratrol. In den köstlichen Früchten ist jedoch nicht nur Resveratrol enthalten, sondern noch andere sekundäre Pflanzenstoffe mehr, wie z. B. das Quercetin. Beide Stoffe will man in den nächsten Jahren begleitend zu Chemotherapien einsetzen, da sie die Wirkung der Therapie verstärken können und gleichzeitig die teilweise schlimmen Nebenwirkungen merklich lindern. Wir haben hier darüber berichtet: Resveratrolund Quercetin: Bald Begleiter von Chemotherapien

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Resveratrol: der Anti-Aging-Stoff

In einer Studie, die in The Journals of Gerontology veröffentlicht wurde, zeigten Wissenschaftler vom Virginia Tech Carilion Research Institute, dass Resveratrol ausserdem die Muskulatur sowie die Verbindungsstellen zwischen den Nerven – man nennt sie Synapsen – vor den negativen Auswirkungen des Alterungsprozesses schützen kann.

"Alles geht langsamer, wenn man älter wird," sagt Dr. Gregorio Valdez, Assistenzprofessor am Virginia Tech Carilion Research Institute.

Altersbedingte Gangunsicherheiten, Gleichgewichtsprobleme und motorische Koordinationsstörungen führen im Alltag zu vielen Problemen. Unfälle passieren, die Mobilität ist eingeschränkt, die üblichen Folgen von Bewegungsmangel stellen sich ein – und alles zusammen reduziert die Lebensqualität.
Wir arbeiten nun daran, jene molekularen Veränderungen zu identifizieren, die während des Alterungsprozesses zu den beschriebenen motorischen Problematiken führen – und ich glaube, dass wir schon bald in der Lage sein werden, die altersbedingte Degeneration neuronaler Verbindungen und Schaltkreise zu verlangsamen."

Resveratrol schützt Nerven und Muskeln

Eine optimale, nämlich niederkalorische Ernährung in Kombination mit Bewegung – so weiss man bereits – schützt die neuromuskulären Synapsen vor altersbedingten Verschleisserscheinungen. Neuromuskuläre Synapsen sind für die Weiterleitung von Bewegungsbefehlen an die Muskeln zuständig. Klappt diese Weiterleitung nicht, kommt es zu den oben genannten Bewegungseinschränkungen.

Resveratrol könnte hier ein wichtiges und hilfreiches Werkzeug sein. Gibt man den Stoff über einen langen Zeitraum älteren Tieren, dann zeigt er ähnlich faszinierende, nämlich stark verjüngende Wirkung wie die Kombination aus niederkalorischer Ernährung und Bewegung.

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Resveratrol: Wein trinken ist keine gute Idee

Resveratrol steckt insbesondere in der Haut der dunklen Trauben. Weisswein hat daher keine nennenswerten Resveratrolgehalte. Auch Traubensaft liefert nur wenig Resveratrol, weil beim Entsaften die Traubenhaut entfernt wird. Rotwein ist hier also tatsächlich der Spitzenreiter.

Dennoch sind die Resveratrolmengen auch im Rotwein zu gering (ca. 10 mg/l), um die beschriebene nervenschützende und verjüngende Wirkung zu erzielen. Dafür sind etwa 120 mg pro Tag erforderlich, so dass man täglich 12 Liter Wein trinken müsste, um diese Menge aufzunehmen. Rotwein kommt daher als Resveratrolquelle zum Nervenschutz nicht in Frage.

Resveratrol: immer kombiniert mit anderen Traubenstoffen

Reine Resveratrol-Nahrungsergänzungen sind jedoch auch nicht empfehlenswert, da Resveratrol wenigstens einen Teil der anderen Pflanzenstoffe benötigt, die in der Traube enthalten sind, z. B. Quercetin, Catechin und Rutin.

Je mehr dieser Stoffe in Kombination miteinander vorliegen, umso besser die Wirkung, da alle diese Stoffe synergistisch wirken, sich also gegenseitig unterstützen und verstärken. Achten Sie beim Kauf von Resveratrol-Präparaten somit darauf, dass es sich nicht um ein Mono-Präparat handelt, sondern um eine Kombination der genannten Stoffe.

Weitere verjüngende und lebensverlängernde Anti-Aging-Massnahmen, die leicht umzusetzen sind, finden Sie hier:

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Wursti schrieb am 21.01.2018

Liebe Redaktion, ich hatte Mal gelesen dass hochdosierte Resveratrolpräparate bei Schwangeren zu körperlicher Behinderung des Kindes führen kann da der Verjüngungseffekt darin besteht dass Resveratrol die existierenden Zellen abtötet und der Körper meistens neue Zellen produziert. Was halten Sie davon? Sollte man das nicht im Artikel erwähnen?
Gruß Wursti

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Wursti

Bitte geben Sie immer die Studie an, worauf Sie sich beziehen. Nur so lässt es sich überprüfen, welche Dosen in welchem Zusammenhang bei welchen Tieren zur Anwendung kamen. Besser noch, Sie überprüfen dies selbst :-) wodurch sich die Frage meist schon erledigt. Wie in unserem Artikel erklärt, raten wir nicht zu isoliertem Resveratrol (schon gar nicht zu hochdosiertem), sondern zu einem ganzheitlichen Produkt, das u. a. Resveratrol enthält (120 mg). In einer Studie gab man übergewichtigen schwangeren Affen 0,37 Prozent der täglichen Nahrung in Form von Resveratrol, was bei z. B. 2000 kcal ca. 10 g Resveratrol entspräche. Anschliessend zeigten sich bei den Nachkommen Pankreasveränderungen. Vermutlich hätte jede Nahrungsergänzung - genau wie jedes Lebensmittel - entsprechende Nebenwirkungen, wenn man sie derart überdosiert einsetzt.

Viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit

Quellen