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Risiko für die Gesundheit
Quecksilber im Fisch: Risikofaktor für ALS

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 02.03.2017
Quecksilber im Fisch: Risikofaktor für ALS
© ooddysmile stocker – Shutterstock.com

Der häufige Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten scheint mit einem erhöhten Risiko für ALS einherzugehen. ALS ist die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose, eine aus Sicht der Schulmedizin bislang unheilbare Krankheit des Nervensystems. Sie zeigt sich in Muskelschwund, Spastiken und Lähmungen. Das Problem sind nicht die Meeresfrüchte an sich, vielmehr ist es die Quecksilberbelastung, die sich dort häufig finden lässt und derartige Krankheitsrisiken mit sich bringt. Daher sollten natürlich auch andere Quecksilberquellen gemieden werden.

Quecksilber in Fisch und Meeresfrüchten: Mögliche Ursache von ALS

Wer gerne Fisch und Meeresfrüchte isst, hebt offenbar sein Risiko, an ALS zu erkranken. Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine langsam fortschreitende Krankheit des Nervensystems.

ALS wird auch Lou-Gehrig-Syndrom genannt. Lou Gehrig war ein berühmter Baseballspieler, der 1941 im Alter von 38 Jahren an ALS verstarb. Bei ALS schaffen es die Nervenzellen nicht mehr, mit der Muskulatur zu interagieren. Frühe Symptome sind daher Muskelschwäche und Muskelzucken.

Im Laufe von Jahren führt die Krankheit zu immer mehr körperlichen Einschränkungen bis hin zu Lähmungen. Das Gehirn der Patienten ist nicht betroffen, so dass man mit ALS geistig völlig klar bleibt. Stephen Hawking, der bekannte Physiker, ist ein prominenter ALS-Betroffener. Er ist inzwischen fast vollkommen gelähmt und kommuniziert nur noch über einen Sprachcomputer.

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Fisch ist heutzutage unsere Hauptquelle für Quecksilber

In einer vorläufigen Untersuchung der American Academy of Neurology entdeckten die Forscher einen Zusammenhang zwischen der Quecksilberbelastung in Fisch und Meeresfrüchten und dem Risiko, an ALS zu erkranken. Wer ab und zu Fisch in gemässigten Mengen konsumiere, sei jedoch vom erhöhten ALS-Risiko höchstwahrscheinlich nicht betroffen, so die Wissenschaftler in ihrer Studie, die 2017 beim jährlichen Meeting der American Academy of Neurology in Boston vorgestellt wurde.

Für die meisten Menschen gehört Fisch zu einer gesunden Ernährung", sagt Studienautor Dr. Elijah Stommel vom Dartmouth College in Hanover, New Hampshire/USA.

"Doch müssen wir uns natürlich die Frage stellen, welche Auswirkungen das nerventoxische Quecksilber in Fisch und Meeresfrüchten auf die menschliche Gesundheit haben kann."

Während die Ursachen von ALS noch nicht bekannt sind, zeigten bereits frühere Studien, dass Quecksilber an der ALS-Entstehung beteiligt sein könnte und eine Quecksilberbelastung daher zu den Risikofaktoren für ALS gehört. In vielen Ländern – und so auch in den USA und Europa – sind Fisch und Meeresfrüchte die wichtigsten Quecksilberquellen.

Je höher die Quecksilberbelastung, umso höher das ALS-Risiko

Für die vorliegende Studie überprüften die Forscher 518 Personen und ihre Ernährungsgewohnheiten. 294 der Studienteilnehmer litten an ALS, 224 waren gesund. Insbesondere die Menge des regelmässigen Fischverzehrs interessierte die Wissenschaftler, ferner die Art des verzehrten Fisches und ob dieser im Laden gekauft oder selbst gefangen war.

Auf diese Weise konnte man die Quecksilberaufnahme über den verzehrten Fisch einschätzen. Denn es gibt Fischarten, die bekanntlich besonders quecksilberreich sind (z. B. Schwertfisch, Hai u. a.), während andere (Lachs, Sardinen) eher niedrige Quecksilberwerte aufweisen. Zusätzlich wurde die Quecksilberbelastung der Probanden anhand ihrer Fussnägel analysiert.

Es zeigten sich die folgenden Ergebnisse:

  • Teilnehmer mit der höchsten Quecksilberbelastung durch Fischverzehr hatten ein doppelt so hohes Risiko, an ALS zu erkranken wie Teilnehmer mit der niedrigsten Quecksilberbelastung.

  • Die Gruppe mit der höchsten Quecksilberbelastung durch Fischverzehr bestand zu einem grossen Teil aus ALS-Patienten und nur zu einem kleineren Teil aus gesunden Personen.

  • Je höher die gemessene Quecksilberbelastung in den Fussnägeln war, umso höher war das Risiko, an ALS zu erkranken.

Fisch und Meeresfrüchte: die gesundheitlichen Nachteile

Die Studienautoren betonen, dass die genannten Ergebnisse natürlich nicht bedeuten, dass Fisch ab sofort keine gesundheitlichen Vorteile mehr habe. Doch kann quecksilberbelasteter Fisch eben auch eindeutig gesundheitliche Nachteile haben, worüber wir bereits hier berichtet hatten: Autoimmunerkrankungen durch Quecksilber

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Zuletzt kommentiert

Enes1994 schrieb am 19.05.2017

Hallo, Quecksilber sowie Pestizide kann man aber auch denke ich ausscheiden durch Darmsanierungtees, wenn ich mich da nicht täusche? Und solange die Ernährung Ausgewogen ist/Ausreichend getrunken wird sollte das keine Große Gefahr darstellen, oder was würden Sie dazu sagen?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Enes

Wäre die Quecksilberausleitung so einfach, dass man dazu mal eben einen «Darmsanierungstee» trinkt und schon ist alles «draussen», dann müsste man um die gesamte Quecksilberthematik kein Wort mehr verlieren. Auch gäbe es all die Quecksilbergeschädigten nicht. In Sachen Schwermetalle gilt nach wie vor: Besser meiden, als sich hinterher um die mehr als komplizierte Ausleitung Gedanken machen zu müssen. P. S. Ein «Darmsanierungstee» wird vermutlich nicht einmal den Darm sanieren. Auch zu einer Darmsanierung gehört mehr dazu, und zu einer Schwermetallausleitung noch mehr.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen