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Krankheit
Depressionen durch Vitamin D-Mangel beim polyzystischen Ovarialsyndrom

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 12.08.2017
Depressionen durch Vitamin D-Mangel beim polyzystischen Ovarialsyndrom
© Goran Bogicevic - Shutterstock.com

Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine hormonelle Störung, die den Wissenschaftlern bis heute Rätsel aufgibt. Betroffene Frauen neigen zu einer erhöhten Konzentration männlicher Hormone. Die Folgen sind unter anderem Zyklusstörungen, Übergewicht, Unfruchtbarkeit und Depressionen. Eine 2014 veröffentlichte Studie untersuchte nun, ob die beim PCOS auftretenden Depressionen mit Vitamin D gelindert werden könnten.

Das polyzystische Ovarialsyndrom

Rund zehn bis fünfzehn Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter haben Störungen im Hormonhaushalt. Eine der häufigsten hormonellen Erkrankungen wird durch einen Überschuss an männlichen Hormonen verursacht und mit dem Begriff polyzystisches Ovarialsyndrom (PCOS) gekennzeichnet.

Betroffene Frauen leiden unter vielfältigen Symptomen, die psychisch oft nur schwer zu ertragen sind. Dazu gehören starker Haarwuchs an Körper und Gesicht (Hirsutismus), Zyklusstörungen, Akne und Unfruchtbarkeit.

Hauptursache der ungewollten Kinderlosigkeit sind meist die typischen, namensgebenden Zysten an den Eierstöcken.

Oft gesellen sich beim PCOS auch noch Übergewicht und ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes mellitus zu den Symptomen.

Depressionensind eine vielfach beobachtete Folge dieser Umstände und treten bei etwa vierzig Prozent der Erkrankten auf.

Die Frauen fühlen sich in ihrer Weiblichkeit herabgesetzt und sind unglücklich mit ihrem äusseren Erscheinungsbild. Sie ziehen sich von ihrer Umwelt zurück, weil sie sich in Gesellschaft nicht mehr wohl fühlen.

5 HTP

Vitamin-D-Mangel und PCOS

Vitamin-D-Mangel wurde in der Vergangenheit wiederholt mit PCOS und Depressionen in Verbindung gebracht. Eine im Archives of Women’s Mental Health veröffentlichte Studie der Universität von Connecticut untersuchte nun den Vitamin-D-Status von 114 Frauen, die unter dem PCOS litten.

Ziel war es herauszufinden, ob ein Vitamin-D-Mangel die bei PCOS häufigen Depressionen begünstigen kann.

Die Forscher erfassten alle vorliegenden Symptome der PCOS: den Schweregrad des übermässigen Haarwachstums (Damenbart, Körperbehaarung), die Akne und den Vitamin-D-Status. Zudem erhoben die Wissenschaftler die persönlichen Krankheitsgeschichten in Bezug auf Depressionen und auf Auffälligkeiten im familiären Umfeld.

Es zeigte sich, dass 43 Prozent der Studienteilnehmerinnen unter depressiven Symptomen litten. Die Wissenschaftler konnten ausserdem feststellen, dass die Schwere der depressiven Verstimmung umso stärker war, je niedriger der zugehörige Vitamin-D-Spiegelwar.

Allerdings konnte dieser Zusammenhang nur bei den Teilnehmerinnen vermerkt werden, die einen Vitamin-D-Mangel kleiner oder gleich 30 ng/ml aufwiesen.

Vitamin D gegen PCOS-Depressionen?

Ob die Zufuhr von Vitamin D umgekehrt den Verlauf von Depressionen beim PCOS möglicherweise günstig beeinflussen oder präventive Effekte auf deren Entstehung haben könnte, müssen weitere Studien noch zeigen, so das Fazit der Autoren.

Da Vitamin D jedoch bei so vielen Beschwerden höchst positive Auswirkungen hat und viele Menschen überdies an einem Vitamin-D-Mangel leiden, ist es in jedem Falle auch bei Depressionen im Zusammenhang mit dem PCOS eine gute Idee, die Vitamin-D-Speicher gründlich aufzufüllen.

So ist es beispielsweise erwiesen, dass ein Vitamin D Depressionen, die unabhängig eines PCOS auftreten, lindern kann.

Vitamin D stärkt überdies Knochen und Zähne, hemmt Krebs und senkt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Egal ob wir daher krank oder gesund sind, ist es notwendig, ausreichend mit Vitamin D versorgt zu sein.

Das Fernstudium der ganzheitlichen Ernährungsberatung

Vitamin-D-Speicher auftanken

Etwa ein Zehntel bis ein Fünftel der benötigten Vitamin-D-Menge können wir über die Ernährung decken (Fisch, Eier, Pilze, Milchprodukte). Dazu sollte in den Monaten zwischen März und Oktober die tägliche Sonnenbestrahlung ihr Übriges tun, um die Vitamin-D-Speicher für den lichtarmen Winter zu füllen.

Für Erwachsene gilt die folgende Faustregel für eine ausreichende Vitamin-D-Bildung durch die Sonne:

5 bis 25 Minuten pro Tag mit unbedecktem Gesicht sowie unbedeckten Händen und am besten auch mit wenigstens teilweise unbedeckten Armen und Beinen in die Sonne gehen.

Berücksichtigen Sie auch, dass die Vitamin-D-Bildung in der Haut bei Menschen über 65 und bei Menschen mit dunkler Hautfarbe langsamer oder eingeschränkt verläuft.

Ebenso schränken hohe Lichtschutzfaktoren in Sonnencremes die Vitamin-D-Bildung ein, weshalb Sie Ihre Sonnenbäder für die erforderliche Mindestzeit (5 – 25 Minuten) in jedem Fall ohne Sonnencreme nehmen sollten.

Achten Sie natürlich dennoch darauf, keinen Sonnenbrand zu bekommen und die pralle Mittagssonne zu meiden. Wenn Sie regelmässig kurz in die Sonne gehen, überwiegen zweifelsohne die positiven Effekte gegenüber den negativen und Sie können unbesorgt die heilende Wirkung des Sonnenlichts für Ihre Gesundheit nutzen.

Bei nachgewiesenem Vitamin-D-Mangel oder wenn es Ihnen nicht möglich ist, im Sommer täglich Sonne und damit Vitamin D zu tanken, ist es ratsam, Vitamin D in Form eines hochwertigen Nahrungsergänzungsmittels einzunehmen. Wie Sie herausfinden, ob Sie an einem Mangel leiden und wie viel Vitamin D Sie einnehmen müssen, um diesen Mangel zu beheben, haben wir hier erklärt:

Vitamin D – Die richtige Einnahme

Quelle:

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

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Zuletzt kommentiert

Rosi schrieb am 11.08.2017

Hallo liebes Team. Kann ich vitamin d und vitamin k beruhigt das ganze Jahr durchweg einnehmen ?

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Rosi

Wir empfehlen, zunächst den Vitamin-D-Status bestimmen zu lassen und dann entsprechend der vorliegenden Werte die individuell erforderliche Vitamin-D-Dosis einzunehmen. Wenn dann der Mangel behoben ist, genügen entweder kleinere Dosen zur Erhaltung eines gesunden Wertes oder aber man achtet darauf, regelmässig in die Sonne zu gehen. Im Winter sind Sonnenbäder eher selten möglich. Hier kann eine Nahrungsergänzung durchgehend eingenommen werden. Es sei denn, man konnte im Sommer durch Aufenthalte in der Sonne so hohe Vitamin-D-Spiegel erreichen, dass der Körper mit diesen Vorräten durch den Winter kommt. Es geht also immer darum, einen gesunden Vitamin-D-Spiegel zu erreichen und diesen zu halten. Nimmt man Vitamin D ein, kann begleitend immer auch Vitamin K eingenommen werden, es sei denn, die Ernährung ist sehr Vitamin-K-reich. Wichtige Informationen dazu finden Sie hier: Vitamin D – Die richtige Einnahme

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit