Clever abnehmen mit slimsalabim
Cookies auf der ZDG-Website

Wir verwenden Cookies um Ihnen ein angenehmes Nutzungserlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie fortfahren, stimmen Sie der Nutzung von Cookies zu. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Vorsorge Gesundheit
Bei aggressivem Verhalten: Omega-3-Fettsäuren

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 05.09.2017
Bei aggressivem Verhalten: Omega-3-Fettsäuren
© Pressmaster - Shotterstuck.com

Omega-3-Fettsäuren können als Nahrungsergänzung das aggressive Verhalten bei Kindern kurzfristig lindern, wie Forscher der University of Pennsylvania im Mai 2016 verkündeten. Auch Vitamine und Mineralstoffe scheinen bei Kindern mit impulsivem Gebaren deren Verhalten zu beeinflussen und dieses in kurzer Zeit in eine positive Richtung zu verändern. Die Kinder waren alsbald weniger aggressiv – allerdings nur so lange die Einnahme auch fortgesetzt wurde. Brach man die Therapie ab, kehrten die Kinder wieder in alte Verhaltensmuster zurück.

Omega-3-Fettsäuren und Vitalstoffe gegen Aggressionen bei Kindern

In der ganzheitlichen Therapie von Konzentrationsstörungen und Aufmerksamkeitsdefiziten bei Kindern kommen schon lange essentielle Nährstoffe zum Einsatz. Von der Schulmedizin wurde diese Vorgehensweise bislang im besten Fall milde belächelt. Jetzt jedoch scheinen sich für diese Therapiekomponente auch manche Forscher zu interessieren.

Im Jahr 2014 beispielsweise zeigte sich in einer mexikanischen Studie, dass Omega-3-Fettsäuren bei Kindern die Konzentrationsfähigkeit verbessern kann. Auch Dr. Adrian Raine, Professor für Kriminologie, Psychologie und Psychiatrie an der Richard Perry University gehört zu jenen Wissenschaftlern, die sich der Wirkung von Nährstoffen auf das Verhalten widmen.

Combi Flora Kids

Wie kann man das Gehirn beeinflussen, damit sich das Verhalten ändert?

Raine untersuchte die biologischen Funktionen des Gehirns und wie diese ein antisoziales Verhalten herbeiführen. Dann schaute er, wie die Gehirnfunktionen mit bestimmten Massnahmen beeinflusst werden können.

"Wie können wir das Gehirn verändern, um das Verhalten von Menschen zu verbessern?",

fragte sich Professor Raine. Um Antworten zu finden, führte er verschiedene Studien durch.

So arbeitete er beispielsweise in einer randomisierten und kontrollierten Studie mit Jugendlichen aus Mauritius. Eine Gruppe nahm sechs Monate lang Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzung ein (Fischöl), die andere tat dies nicht.

Bei der Omega-3-Gruppe beobachtete man eine Abnahme ihres aggressiven und antisozialen Verhaltens. Für Raine war dies der Startschuss für weitere Studien, die das Thema noch weiter vertiefen sollten.

Omega-3-Fettsäuren reduzieren aggressives Verhalten

Da auf Mauritius ein tropisches Klima herrschte und sich auch die Kultur deutlich von jener in den USA unterschied, beschloss Raine eine ähnliche Studie in den Vereinigten Staaten durchzuführen. Dazu tat er sich mit weiteren interessierten Wissenschaftlern zusammen, beispielsweise mit Dr. Therese Richmond, Professorin für Krankenpflege und stellvertretende Dekanin für Forschung und Innovation.

In der daraufhin stattfindenden randomisierten und kontrollierten Studie teilte man 290 Elf- und Zwölfjährige mit gewalttätiger Vergangenheit in vier Gruppen ein:

Die erste erhielt Omega-3-Fettsäuren in Form eines entsprechend angereicherten Saftes sowie Multivitaminpräparate und Calcium für einen Zeitraum von drei Monaten.

Die zweite Gruppe nahm an einer kognitiven Verhaltenstherapie teil, die einmal wöchentlich jeweils eine Stunde lang stattfand. Die Kinder lernten dort unter anderem, wie sie mit aufkommendem Ärger umgehen können, um ihre Wut nicht an anderen Menschen auszulassen.

Die dritte Gruppe machte beides: Sie nahm Omega-3-Fettsäuren und nahm an der Verhaltenstherapie teil.

Die vierte Gruppe erhielt Informationen über Methoden zur Reduzierung aggressiven Verhaltens.

"Drei Monate später, also am Ende der Studie, stellten wir eine Abnahme im aggressiven Verhalten jener Kinder fest, die Omega-3-Fettsäuren eingenommen hatten",

erzählte Dr. Richmond.Die Massnahmen wurden nach der Studie nicht mehr weitergeführt.

Omega-3-Fettsäuren wirken nur, solange man sie einnimmt

Drei weitere Monate später konnte man die Erfolge im veränderten Verhalten in der dritten Gruppe noch immer beobachten. Sechs Monate nach Beendigung der Studie jedoch war von der Besserung des Verhaltens nicht die geringste Spur mehr übrig.Vielleicht hätte die dauerhafte Einnahme auch zu einer dauerhaften Reduzierung des antisozialen Verhaltens geführt, was man aufgrund der Kürze der Studie nun nicht einschätzen kann.

Auch dürfe man die Komplexität von antisozialem Verhalten nicht ausser Acht lassen, so Dr. Raine, es gäbe hier sehr viele Ursachen, so dass sicher nicht nur ein Omega-3-Fettsäuren-Mangel dafür verantwortlich ist.

Nichtsdestotrotz emfiehlt Dr. Raine zu jedweder Anti-Aggressionstherapie begleitend immer auch Omega-3-Fettsäuren einzunehmen.

Weitere Tipps zu einer ganzheitlichen Vorgehensweise bei Verhaltensproblemen wie z. B. Konzentrationsstörungen oder Aufmerksamkeitsdefiziten finden Sie hier: ADHS natürlich behandeln

Lesen Sie auch: Der Darm steuert Ihre Emotionen

Ihre Ausbildung zum ganzheitlichen Ernährungsberater

Gesunde Ernährung ist Ihre Leidenschaft? Sie lieben die basenüberschüssige, naturbelassene Ernährung? Sie möchten gerne die Zusammenhänge zwischen unserer Nahrung und unserer Gesundheit aus ganzheitlicher Sicht verstehen? Sie wünschen sich nichts mehr als all Ihr Wissen rund um Gesundheit und Ernährung zu Ihrem Beruf zu machen?

Die Akademie der Naturheilkunde bildet Menschen wie Sie in 12 bis 18 Monaten zum Fachberater für holistische Gesundheit aus. Wenn Sie mehr über das Fernstudium an der Akademie der Naturheilkunde wissen möchten, dann erfahren Sie hier alle Details sowie Feedbacks von aktuellen und ehemaligen TeilnehmerInnen.

Mehr zu diesem Artikel

Schlagwörter

Teilen Sie diesen Artikel

Leserkommentare

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Um einen Kommentar abzugeben müssen Sie angemeldet sein.

Anmelden Registrieren

Quellen