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Risiko für die Gesundheit
Nierenversagen durch Fleisch

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 30.08.2017
Nierenversagen durch Fleisch
© picsfive - Fotolia.com

Fleisch kann den Nieren schaden, besonders rotes Fleisch – wie eine Studie vom Juli 2016 zeigte. Der Verzehr von rotem Fleisch stand in dieser Untersuchung in einem engen Zusammenhang mit dem Auftreten von Nierenversagen. Je mehr rotes Fleisch die beobachteten Personen über mehr als 15 Jahre hinweg assen, umso höher war ihr Risiko, an chronischem Nierenversagen zu erkranken. Andere Fleischsorten und auch Eier brachten dieses erhöhte Risiko offenbar nicht mit sich. Sojaprodukte hatten eher einen schützenden Effekt auf die Nieren.

Kranke Nieren durch Fleisch

Die Nieren scheinen von einem reichlichen Fleischverzehr nicht so begeistert zu sein. Wir hatten schon ausführlich über die wachsende Nierenkrebsgefahr berichtet, die sich einstellt, wenn viel Fleisch gegessen wird, z. B. hier: Nierenkrebs durch Fleisch

Auch andere Krebsarten werden häufiger bei Menschen beobachtet, die viel Fleisch essen, wie z. B. Magen- und Gebärmutterkrebs, Leberkrebs, Lungen-, Speiseröhren- und Bauchspeicheldrüsenkrebs oder auch Blasenkrebs.

Im Journal of the American Society of Nephrology (ASN) erschien im Juli 2016 eine neue Studie, die zeigte, dass auch eine Niereninsuffizienz (Nierenversagen) mit dem Fleischverzehr in Verbindung gebracht werden kann. Bei Nierenversagen stellen die Nieren nach und nach ihre Arbeit ein und filtern das Blut nur noch unzureichend.

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Bei Nierenversagen: Weniger Protein oder einfach nur weniger Fleisch?

Motiviert wurden die Wissenschaftler von der derzeit zunehmenden Zahl an Menschen, die an chronischem Nierenversagen leiden. Bei vielen verschlechtert sich der Zustand der Nierenfunktionen kontinuierlich, bis sie schliesslich das 4. Stadium der Niereninsuffizienz erreichen (terminale Niereninsuffizienz). Jetzt bleibt nur noch die Dialyse oder eine Nierentransplantation.

Normalerweise wird bei Nierenversagen empfohlen, weniger Proteine zu verzehren, um die Krankheit in Schach zu halten und eine terminale Niereninsuffizienz zu verhindern bzw. hinauszuzögern. Allerdings fehlten bislang konkrete wissenschaftliche Belege für diese Empfehlung. So wusste man beispielsweise nicht, ob man den Proteinverzehr generell einschränken sollte oder nur den Verzehr spezieller Lebensmittel.

Um ein wenig mehr Klarheit zu erhalten, analysierte das Team rund um Dr. Woon-Puay Koh von der National University of Singapore Daten aus der Singapore Chinese Health Study, einer Studie mit 63.257 Erwachsenen aus Singapur. Der Verzehr an rotem Fleisch besteht in dieser Region zu 97 Prozent aus Schweinefleisch. Andere Proteinquellen sind Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte, Eier, Milchprodukte, Soja und Hülsenfrüchte.

Fleisch schadet den Nieren, Soja schützt die Nieren

Nach einem Beobachtungszeitraum von 15,5 Jahren zeigte sich in der Singapurer Studie ein deutlicher Zusammenhang zwischen dem Verzehr von rotem Fleisch und dem Auftreten von chronischem Nierenversagen: Je mehr rotes Fleisch eine Person ass, umso wahrscheinlicher war es, dass sie im Laufe ihres Lebens kranke Nieren bekam.

Jene, die am meisten rotes Fleisch assen, hatten im Vergleich zu den Teilnehmern, die am wenigsten Fleisch zu sich nahmen, ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko, ein Nierenversagen zu entwickeln.

Mit anderen tierischen Proteinquellen konnte in dieser Studie kein Zusammenhang entdeckt werden.

Sojaprodukte und andere Hülsenfrüchte schienen die Nieren hingegen zu schützen.

Mehr pflanzliches Protein zum Schutz der Nieren

Jede Fleischmahlzeit, die durch eine andere Proteinquelle ersetzt wird, kann das Risiko für Nierenversagen merklich reduzieren, so die Forscher.

Dr. Koh erklärte, dass man Menschen mit chronischem Nierenversagen oder auch der gesunden Allgemeinbevölkerung zum Schutze der Nierengesundheit nicht raten müsse, die Gesamtproteinaufnahme zu reduzieren. Empfehlenswert sei hingegen, die Art der Proteine sorgfältig auszuwählen, nämlich verstärkt auf pflanzliche Proteinquellen zurückzugreifen. Wer unbedingt tierisches Protein essen wolle, solle sich an Fisch und Geflügel halten.

Dass tierisches Eiweiss gar so schädlich ist wie das Rauchen, daher zu einem verfrühten Tod führen und die Gefahr vieler chronischer Erkrankungen erhöhen kann, erklärt auch Professor Valter Longo von der University of California – und zwar hier: Tierisches Eiweiss so schädlich wie das Rauchen

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Anonym schrieb am 20.05.2017

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin durch Zufall auf Ihre Website gestoßen und finde sie sehr interessant. Mein Problem sind die Ernährungsempfehlungen für Dialysepatienten. Ich bin selbst Betroffene, seit nahezu 17 Jahren an der Maschine, weiß also, wovon ich rede. Wenn Sie sich verschiedene Ernährungsbroschüren (können im Internet heruntergeladen werden) für diese Patientengruppe anschauen, fällt Ihnen sofort eines auf: die Hauptlast liegt auf einer übermäßigen Zufuhr tierischer Proteine.

Nahezu JEDES Rezept beinhaltet ein oder mehrere tierische Produkte als Zutat. Begründet wird dies, dass der Patient an der Maschine 2g Eiweiß/Stunde verliert und er deswegen eine Eiweißzulage braucht. Das könnte man am besten durch den reichlichen Konsum tierischer Produkte beheben. Auch Weißmehlprodukte, polierten Reis und Nudeln sollten diese Patienten vermehrt zu sich nehmen und Gemüse und Obst am besten als Konserven. Es gibt angeblich nur sehr wenig geeignetes frisches Obst und Gemüse für sie. Gemüse mit viel Kalium sollte entweder in ganz viel Wasser gekocht (welches hinterher weggeschüttet! wird) oder es sollte stundenlang gewässert werden. Dialysepatienten sollen nämlich auf die (möglichst geringe) Zufuhr von Kalium und Phosphat achten. Dafür bekommen sie Vitaminpräparate sowie Phosphatbinder verabreicht.

Auch das Kochsalz wird in den Broschüren und von den Ärzten ziemlich verteufelt. Sie wären die Ursache für ein erhöhtes Durstgefühl. Soweit die allgemeinen Erklärungen, damit Sie sich ein möglichst genaues Bild davon machen können. Ich selbst halte von diesen Empfehlungen gar nichts!! - und sie für höchst gesundheitsschädlich. Sie sind für mich - salopp ausgedrückt - sowas von "Old School". Ich wundere mich zum Beispiel nicht mehr, dass viele Patienten an Ödemen leiden. Die Ursache ist die salzarme bzw. -lose Kost, zu der man i.d.R. angehalten wird.

Dabei gibt es Studien, in denen gesagt wird, dass eine solche Lebensweise dem vorzeitigen Tod aufgrund von Herz- und Kreislauferkrankungen Vorschub leistet. Ich dagegen salze mein Essen, aber ich salze nicht zu. Bei mir sind auch nur die Nieren kaputt, alle anderen Organe sind gesund. Sie haben mich auf Ihrer Website in meinen Ansichten, gerade was den Konsum von tierischen Produkten sowie Weißmehlprodukten betrifft, bestätigt. Herzlichen Dank dafür!! Ich bin also auf der richtigen Seite. Außerdem bin ich das "Risiko" eingegangen, mich vegan zu ernähren - trotz Dialyse. Und - es ist gar kein Risiko, ganz im Gegenteil!!

Es sind die tierischen Produkte, die die Blutwerte so in die Höhe treiben! Selbst eine hohe Kaliumzufuhr bei veganer Ernährung führt bei mir NICHT zu einer Hyperkaliämie. Im Gegenteil! Die Kalium- ebenso wie die Phosphatwerte und auch der Kreatininwert (das ist ein Eiweißstoff in der Niere) verbessern sich und die Niere beginnt sich wieder zu erholen. Ist das nicht phantastisch? Da sieht man doch, wie gesund eine vegane Lebensweise ist!

Ich kann mich aus vielen Lebensmittelgruppen bedienen: Gemüse und Kartoffeln, Obst, Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Samen. Dagegen bin ich sog. Nachahmerprodukten gegenüber sehr skeptisch eingestellt. Und mein Gemüse habe ich noch nie gewässert! Ich möchte noch hinzufügen, dass ich dreimal pro Woche während der Dialyse zum Frühstück Weißmehlsemmeln bekomme. Weißmehl deswegen, weil es nur sehr wenig Kalium hat. Den üblichen Belag, bestehend aus Wurst oder(Frisch-)Käse, habe ich schon längst durch einen pflanzlichen Brotaufstrich ersetzt. Der eigentliche Grund ist, dass ich beim "Genuss" tierischer Produkte mit Naselaufen, Juckreiz, einer Hautkrankheit (Prurigo simplex subacuta), Husten und seit einem Jahr mit Sodbrennen reagiere. Nun frage ich Sie, ob Sie irgendwelche Studien kennen, die sich mit meinen Erfahrungswerten decken?

Ich halte mich derzeit für die einzige vegane Dialysepatientin weit und breit, sozusagen eine Pionierin auf diesem Gebiet. Vorgestern recherchierte ich zwar zum Thema "Vegan und Dialyse" und fand auch viel, aber im Grunde ging es nur um das Thema "Extra kochen - ja oder nein". Die diffuse Angst, einem Dialysepatienten "falsches" Essen zu geben, schimmerte dann doch wieder durch. Ich wende mich ausdrücklich in diesem Kontaktformular an Sie, da ich denke, dass meine wirklich sehr langen Ausführungen jede Kommentarfunktion sprengen würden. Jedenfalls danke ich Ihnen im Voraus nicht nur für Ihre Mühe, die Sie bei der Beantwortung meiner Frage haben, sondern auch für Ihre ellenlange Geduld.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Das Thema ist zu umfassend, als dass wir Ihnen sofort antworten könnten. Wir werden jedoch ausführlich recherchieren und ggf. einen Artikel dazu verfassen. Sie erhalten von uns in jedem Fall vorab eine persönliche Antwort, doch kann diese sicher bis zu zwei Wochen dauern.

Lieben Dank daher auch Ihnen für Ihre Geduld!

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen