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Naturheilkunde/Therapie
Akupunktur verbessert herkömmliche Schmerztherapie

  • Autor: Carina Rehberg
  • aktualisiert: 13.02.2017
Akupunktur verbessert herkömmliche Schmerztherapie
© WavebreakMediaMicro – Fotolia.com

Chronische Schmerzen und Depressionen sind zwei Beschwerdebilder, für die es keine zufriedenstellenden Therapien gibt. Kombiniert man jedoch die herkömmlichen schulmedizinischen Therapien mit der Akupunktur, können Schmerzen und Depressionen sehr viel besser gemildert werden als mit Medikamenten allein. Die Akupunktur scheint die Wirkung der üblichen Medikamente zu verstärken – wie Experten der University of York im Januar 2017 feststellten.

Akupunktur: 29 Studien beweisen die Wirkung

Nicht selten liest man, die Wirkung der Akupunktur beruhe grösstenteils auf einem Placeboeffekt, was natürlich zu einer allgemeinen Verunsicherung bei den Patienten führte. Hugh MacPherson jedoch, Professor für Akupunktur, veröffentlichte jetzt eine Untersuchung, die er gemeinsam mit einem Team aus amerikanischen und britischen Wissenschaftlern durchgeführt hatte.

Die Forscher hatten 29 qualitativ hochwertige klinische Studien analysiert, in denen Patienten gleichzeitig mit herkömmlichen Therapien und mit echter Akupunktur oder Placebo-Akupunktur behandelt wurden.

Die Ergebnisse sind derart überzeugend, dass damit endgültig der Beweis für die gute Wirksamkeit der Akupunktur erbracht sein sollte. Veröffentlicht wurde die Arbeit im National Institute for Health Research (NIHR) Journals Library.

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Akupunktur lindert chronische Schmerzen

Bei den meisten der 29 Studien hatte man die schmerzlindernde Wirkung einer alleinigen medikamentösen Therapie (nicht-steroidale Entzündungshemmer und Physiotherapie) mit der kombinierten Therapie aus Medikamenten und Akupunktur verglichen.

Insgesamt nahmen an den Studien 18.000 Personen teil, die meisten litten an chronischen Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Knieschmerzen.

Gab man den Patienten nun nicht nur die üblichen Medikamente und physiotherapeutischen Anwendungen, sondern auch eine Akupunktur-Therapie, dann ging die Zahl der Kopfschmerz- und Migräneattacken zurück und die Intensität von Rücken- und Nackenschmerzen liess nach.

Auch Arthroseschmerzen konnten dank der Akupunktur so gut gemildert werden, dass die Patienten ab sofort nicht mehr so stark auf ihre Medikamente angewiesen waren, da sie jetzt noch eine Alternative hatten, um ihre Beschwerden zu lindern.

Akupunktur: preiswert und ohne Nebenwirkungen

Hervorzuheben ist ausserdem, dass eine Akupunktur dabei äusserst kosteneffektiv ist und gleichzeitig keine negativen Nebenwirkungen hat – ganz im Gegensatz zu den üblichen Schmerzmitteln.

Professor MacPherson sagt:

Es gibt immer mehr Ärzte und Therapeuten, die Akupunktur anbieten. Ungefähr 4 Millionen Akupunkturbehandlungen werden im Vereinigten Königreich jedes Jahr angewandt. Bis jetzt gab es nur begrenzt wissenschaftliche Beweise für die Wirksamkeit der Akupunktur."

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Akupunktur: auch bei Depressionen eine gute Idee

Die Untersuchungen von MacPherson sollten diese Situation ändern. In einer klinischen Studie mit 755 Patienten konnte beispielsweise die Wirkung einer Akupunktur bei Depressionen belegt werden. Dazu verglich man das Befinden der Probanden mit Akupunktur, mit einer Psychotherapie oder mit den üblichen Antidepressiva.

Es zeigte sich, dass sowohl die Psychotherapie als auch die Akupunktur den Schweregrad der Depressionen signifikant reduzierten und diese positive Wirkung auch noch 12 Monate nach der Behandlung anhielt.

Stets erhalten Menschen mit Depressionen Antidepressiva – und das, wo man weiss, dass diese Medikamente nur bei allenfalls der Hälfte der Patienten wirken", so Professor MacPherson. "Mit unserer Studie – der grössten zu diesem Thema – haben wir jetzt eine solide Basis dafür geschaffen, dass Akupunktur künftig regelmässig eingesetzt wird."

Ganzheitliche Massnahmen bei Depressionen und chronischen Schmerzen

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Auch zu chronischen Schmerzen finden Sie bei uns weitere hilfreiche Massnahmen, abhängig von der Art der Schmerzen, z. B. hier:

Quelle:

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